Chancengleichheit auf Bildung – von wegen!

von Katja Maack, 8.5.2019

KatjaHeute möchte ich, Katja Maack, mal einen Schwank aus meiner Kinder- und Jugendzeit berichten, ohne auf die Tränendrüse zu drücken oder Mitleid erhaschen zu wollen.

In ärmlichen Verhältnissen aufzuwachsen ist wahrlich kein Zuckerschlecken. Ständig knurrender Magen, unkonzentriert in der Schule. Ständige Hänseleien und Ausgrenzungen, da man ja nicht so tolle Klamotten oder den neusten Walkman hatte. Auch zu Klassenfahrten konnte ich nur selten mit oder mit Freunden mal ins Kino/Disco etc.

Weiter ging es in der Jugendzeit. Ich bin frühzeitig ausgezogen und konnte nicht die Ausbildung genießen, die ich mir eigentlich gewünscht hatte, da kein Geld zur Verfügung stand. Fast ohne Möbel schlug ich mich erstmal durchs Leben und absolvierte dennoch zwei Ausbildungen. Ich war schon immer eine Kämpfernatur und wollte nie wieder in die Situation kommen, von einem Amt und deren Sanktionsdrohungen abhängig zu sein.

Mit einem BGE hätte mir ein stressfreieres Leben zur Verfügung gestanden. Nie Hunger erleiden müssen oder diese Hänseleien in der Schule erlebt und in Ruhe das lernen können, was ich eigentlich wollte. Denn nur so kann sich die Persönlichkeit richtig entfalten. Aber wenn man ständig von Existenzängsten geplagt durchs Leben wandelt, fragt man sich schon, wo war und ist da die Chancengleichheit und wo bitte ist die Würde.

Das ist einer der vielen Gründe, warum ich um die Einführung eines BGE kämpfe. Ich möchte, dass niemand sowas in Zukunft erleben muss. Wäre es nicht wunderbar, selbstbestimmt, frei und abgesichert ohne Existenzängste zu leben? Keinen Hunger erleiden zu müssen? Denn Existenzängste können auf Dauer krankmachen.

Wenn ihr das genauso seht, wählt am 26.05. das Bündnis Grundeinkommen. Wir stehen auf Liste 10, Seite 17. 

Liebe Grüße

Katja Maack

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