Werde auch du eine Stimme für das bedingungslose Grundeinkommen!

So viele Menschen befürworten schon lange ein bedingungloses Grundeinkommen. Warum und welche Auswirkungen das auf die Gesellschaft haben wird, haben unsere Kollegen aus Kanada sehr schön zusammengefasst. Die Piratenpartei hat das Video für uns auf deutsch übersetzt und wir haben die Daten aus Deutschland hinzugefügt.
Gerne teilen!
Sprich über das bedingungslose Grundeinkommen, verlinke uns, teile für uns Flyer aus und nehme einfach mal an einem unserer Treffen teil.
Hier kannst du Kontakt aufnehmen:

Video und Musik unterliegen der Creative Commons 3.0 Lizenz. 

Unsere Aufstellungsversammlung war ein voller Erfolg!

aufstellung

Liebe Mitglieder und Unterstützer des Bedingungslosen Grundeinkommens LV Bremen!

Ich möchte mich bei euch persönlich und von ganzem Herzen bedanken!
Unsere Aufstellungsversammlung ist großartig verlaufen.

Meinen ganz herzlichen Dank an unseren Versammlungsleiter Gerhard Dick. Ohne seine ausgezeichnete Vorarbeit, Planung und Durchführung wäre das alles nicht so reibungslos verlaufen.
Weiterhin meinen Dank an Rolf Walczak für seine gleichermaßen humorvolle wie zurückhaltende Arbeit als Wahlleiter und ganz besonderen Dank an Hendrik Fiedler, der das Protokoll führte.
Hendrik: Ich habe mich riesig gefreut, dich wiederzusehen! Und es ging bestimmt nicht nur mir so.

Wir haben eine Liste mit 15 Personen. Und sie bildet einen sehr guten Querschnitt durch unsere Gesellschaft.
Hier seht ihr die einzelnen Positionen:
1. Susanne Wendland, Politikerin, MdBB
2. Uwe Bjorck, Musiker und Autor
3. Katja Maack, Verwaltungsangestellte, verrentet
4. Dr. Michael Conrath, Ingenieurwissenschaftler
5. Dennis Bjorck, Angestellter Deutsche Post AG
6. Diethard von Wehren, Heilpraktiker für Psychotherapie
7. Rainer Dukat, Arbeitslos
8. Rebecca Looschen, Arbeitssuchende
9. Thomas Müller, Diplom-Informatiker
10. Michael Allocca, Lagerfachkraft
11. Joachim Breitkopf, Selbstständig, freischaffender Künstler
12. Sven Hanefeld, Mediengestalter und Autor
13. Rolf Walczak, Rentner
14. Matthias Streich, Politikwissenschaftler
15. Gerhard Dick, Unternehmensberater

Ich habe keinen Zweifel, dass wir mit dieser Liste sehr gute Chancen haben, die 5 Prozent Hürde bei der kommenden Bürgerschaftswahl zu überspringen.
Hier die Pressemitteilung, wie sie noch am 9. Dezember an alle Medien in Bremen und dem Umland versandt wurde:

Pressemitteilung zur Aufstellungsversammlung des Bündnis Grundeinkommen Landesverband Bremen für die Bürgerschaftswahl am 26. Mai 2019

Der Landesverband Bremen des Bündnisses Grundeinkommen stellt erstmals Kandidaten zur Wahl der Bremischen Bürgerschaft auf.
Bei der Aufstellungsversammlung am 7.12.2018 wurde die nominierte Spitzenkandidatin Susanne Wendland, die bereits Mitglied der Bremer Bürgerschaft ist, ohne Gegenstimme bestätigt. Ebenfalls ohne Gegenstimmen wurden der Musiker und Autor Uwe Bjorck auf Platz 2 sowie die Verwaltungsfachangestellte Katja Maack auf Platz 3 gewählt.
Auf Listenplatz 4 und 5 stehen der Ingenieurswissenschaftler Dr. Michael Conrath und der 23-jährige Postangestellte Dennis Bjorck.
Insgesamt wird der Landesverband Bremen mit 15 Kandidaten an der Bürgerschaftswahl teilnehmen. „Wir sehen große Chancen, die 5 Prozent Hürde in Bremen zu knacken “, so Susanne Wendland, „denn bereits bei der letzten Bundestagswahl hat der erst im Januar 2017 gegründete Landesverband ohne große Bekanntheit das beste Ergebnis bundesweit erhalten. Heute jedoch wissen schon viel mehr Wählerinnen und Wähler, dass Menschen, die das Grundeinkommen wollen, das Grundeinkommen auch wählen können.“

Eurer
Uwe Bjorck

Grundeinkommen Hand in Hand mit den Gewerkschaften?!

Neulich, Treffpunkt Arbeitnehmerkammer Bremen. Befürworter*innen und Gegner*innen des bedingungslosen Grundeinkommens begegnen sich bei einer Podiumsdiskussion. Hochkarätige Besetzung: Kevin Kühnert, Juso-Bundesvorsitzender. Für ihn zeigen die Plädoyers fürs Grundeinkommen lediglich die Schwachstellen im derzeitigen sozialen System auf. Hartz IV reformieren, lautet seine Devise. Dem widerspricht Adrienne Goehler vom Institute for Advanced Sustainability Studies in Potsdam. Während sie im Eröffnungsplädoyer für das bedingungslose Grundeinkommen spricht, geht sofort ein Raunen durch die erste Reihe. Vor mir sitzt ein sympathisch wirkender Mann, der gleich eine ablehnende Haltung einnimmt. „Genau, und am liebsten wollt ihr auch noch die Gewerkschaften abschaffen!“ „Nein, genau das nicht“ – entgegne ich.

Wir verstehen uns als Verbündete der Gewerkschaften. Wir sind davon überzeugt, dass wir starke Gewerkschaften benötigen, um ein gutes bedingungsloses Grundeinkommen durchzusetzen. Obwohl die großen Gewerkschaften, oder besser gesagt vor allem deren Funktionäre sich noch dagegen wehren, bewegt sich immerhin an der Basis etwas. So haben zum Beispiel die Frauen der IG BAU eine Umfrageaktion zum bedingungslosen Grundeinkommen organisiert. Mehrere ver.di-Landesbezirke haben Anträge auf ihrem Bundeskongress eingereicht.
Auch das Projekt Gewerkschaftsdialog Grundeinkommen  ist wieder am Start. Ziel ist ein Grundeinkommen, das hoch genug ist, um die materielle Existenz und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Fragen also sind: In welchen Glaubenssätzen stecken Gewerkschaften fest? Was sind ihre Befürchtungen?

# Verhandlungsmacht – Durch das bedingungslose Grundeinkommen verlieren die Gewerkschaften ihre Macht. Folge: niedrige Löhne, weniger Tarifbindungen.

# Entkoppelung von Arbeit und Einkommen – Das bedingungslose Grundeinkommen entwertet die Arbeit und führt dazu, dass die Leute nicht mehr arbeiten wollen.

#Finanzierbarkeit – Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht finanzierbar.

Also, stimmt das?
Nein, das Gegenteil ist der Fall. Unsere Positionen entkräften diese Glaubenssätze.

#Verhandlungsmacht
Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen wird die Verhandlungsmacht der Beschäftigten und ihrer Gewerkschaften gestärkt. Jeder Mensch kann frei entscheiden, wie viel, zu welchen und unter welchen Bedingungen er arbeiten möchte. Niemand wird mehr gezwungen, eine Arbeit allein deshalb aufnehmen zu müssen, weil er Geld verdienen muss. Erwerbsarbeit ist kein Zwang. Und mit einem guten Grundeinkommen begegnen sich die Vertragspartner tatsächlich auf Augenhöhe. Niemand ist mehr gezwungen, schlecht bezahlte Jobs und schlechte Arbeitsbedingungen zu akzeptieren.

Stattdessen können die Beschäftigten geschlossen „Nein“ sagen. Ein gutes Grundeinkommen ermöglicht also endlich die ersehnte Befreiung aus der Lohn-, und Erwerbsabhängigkeit. Die Macht des einzelnen Gewerkschaftsmitglieds steigt, ebenso die des Kollektivs.
Ein weiterer Aspekt ist, dass die Streikmacht zunimmt. Während eines Streiks existiert dann neben dem Ausgleich des Lohnes durch das „Streikgeld“ noch das Grundeinkommen. Wichtig in dem Fall, wenn die Streikkasse bei einem lang anhaltenden Streik mal leer läuft. Solidarität wird so gelebt und der Weg ist frei, um gemeinsam ordentliche Tarif- und Mindestlöhne, Arbeitszeitverkürzung ohne Einkommensverlust, gleichen Lohn für gleiche Arbeit durchzusetzen. Ebenso hilft das bei der Aufwertung schlecht bezahlter Arbeit. Dies gilt insbesondere für die Sorgeberufe, wie zum Beispiel bei der Kindererziehung und in der Pflege von Alten, Kranken, Behinderten.
Damit rückt der Kampf für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen wieder in den Vordergrund, so wie es in den Gründungsurkunden der Gewerkschaften steht. Und nicht die Forderung nach immer mehr abhängiger Lohn- und Erwerbsarbeit für alle Zeiten.

#Entkoppelung von Arbeit und Einkommen
Ein häufig bedientes Argument ist, dass mit einem guten Grundeinkommen Arbeit entwertet werde. Dieses Argument ist für Gewerkschaftsfunktionäre und damit auch für viele SPDler zwingend logisch. Der Mythos von der Erwerbsarbeitsgesellschaft hat sich tief in ihre Gedankenmuster hineingefressen. Doch der Mensch kann sich auch ohne Erwerbsarbeit entfalten. So heißt es im Positionspapier des Gewerkschaftsdialogs Grundeinkommen, dass „erst seit etwa zweihundert Jahren, also seit der Industrialisierung, ist Tätigkeit gegen Entgelt die vorherrschende Arbeitsform. Der Lohn als Einkommensquelle hat dazu geführt, dass unter „Arbeit“ bezahlte Tätigkeit verstanden wird.“
Das ist der Knackpunkt, wenn es um die Entkoppelung von Arbeit und Erwerbseinkommen geht. Es geht um einen erweiterten Begriff von „Arbeit“, es geht um Tätigkeit im erweiterten Sinn. Um Öffnung im Denken, einen Wandel im Bewusstsein. Und den Mut, Denkfaulheit zu überwinden. Es geht um die ganze unbezahlte Tätigkeit, ohne die eine Gemeinschaft nicht existieren könnte, die nötig und sinnvoll ist. Und die immer noch überwiegend von Frauen geleistet wird: für die Kinder und Familie, im Ehrenamt wie z.B. der Nachbarschaftshilfe, aber auch in den Bereichen Bildung, Kultur und Gesundheit. Dies ist schon jetzt der beste Beweis dafür, dass alle Menschen das Grundbedürfnis haben, produktiv und gestaltend tätig zu sein. Frei und selbst bestimmt.

Also, eine Abkehr von „Arbeit“ ist nicht zu befürchten, denn Tätigkeit ermöglicht soziale Kontakte, bringt Anerkennung und Wertschätzung und verleiht dem eigenen Leben einen Sinn. Eröffnet wird eine Gesellschaft „freier Menschen“, die sich entsprechend ihrer Fähigkeiten und Talenten „selbstbestimmtem Tun“ zuwenden. Fürchten in diesem Fall Gewerkschaftsfunktionäre und auch Teile der SPD um ihren eigenen Machtverlust? Oder trauen sie den Menschen mehr Verantwortung für das eigene Leben nicht zu? Dabei täten die Gewerkschaften gut daran, die Gestaltung des Übergangs von der Erwerbs- zur Tätigkeitsgesellschaft aktiv in die Hand zu nehmen. Damit sichern sie ihre Zukunft.
Im Zeitalter der Digitalisierung fallen sehr wahrscheinlich noch mehr Lohn- und Erwerbsarbeitsplätze für große Teile der Bevölkerung weg – durch Automatisierung, den Einsatz von Robotern und künstlicher Intelligenz. Zudem werden durch die Digitalisierung neue Arbeitsbereiche entstehen, ohne klassische Arbeitgeber – Arbeitnehmer Rechtsverhältnisse. Auch wird die Digitalisierung prekäre Formen von (Solo)Selbständigkeit, Honorararbeit und Clickworking befördern. Damit schwindet die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der Erwerbsarbeit immer mehr, die Bedeutung selbstbestimmter Tätigkeiten steigt. Damit solche selbstbestimmte Formen von Arbeitsverhältnissen in diesen Bereichen nicht zu Lasten der Menschen gehen, müssen sie sozial gesichert und neu reguliert werden. Dazu gehören ordentliche Bezahlung, der Digitalisierung angepasste gute arbeits- und betriebsrechtliche Regelungen, Sozialversicherung inkl. Gesundheitsvorsorge, ebenso selbstbestimmte Arbeits- und Lebenszeitgestaltung.
Da zukünftig neue gesellschaftliche Strukturen ausgehandelt werden müssen, sind für uns die Gewerkschaften mit einer gestärkten Verhandlungsmacht auf der Grundlage eines guten Grundeinkommens ein entscheidender Faktor.

#Finanzierbarkeit – Das bedingungslose Grundeinkommen ist nicht finanzierbar
Die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens ist machbar. Die Behauptung, es sei nicht finanzierbar, ist ein Hirngespinst. Wir haben die Bankenkrise finanziert. Und jetzt ist die Zeit gekommen, den Menschen ihr Recht auf ein Leben in Würde, Selbstbestimmung und Freiheit zu ermöglichen. Ohne Zwang zur Arbeit, ohne eine repressives Hartz IV – System. Allein diese sozialstaatlichen Alimentierungen könnten einen großen Teil des bedingungslosen Grundeinkommens decken. Der andere große Teil muss durch Umverteilung des Reichtums in Deutschland finanziert werden – etwa durch höhere Steuern auf hohe Einkommen und Vermögen. Diese Steuerpolitik muss etwa die SPD verwirklichen, unterstützt dabei natürlich durch die Gewerkschaften. Mit ihrer Verhandlungsmacht wären sie ein einflussreicher Partner.

Klar ist auch, dass ein gutes Grundeinkommen auf keinen Fall alle sozialstaatlichen Leistungen abschafft. Individuelle Sonderbedarfe und Rechtsansprüche bleiben bestehen – etwa das Wohngeld sowie die Kranken-, Pflege-, und Rentenversicherung.

Also, packen wir es an! Damit aus der Utopie Realität wird.
Eine konkrete Utopie jenseits der Erwerbsarbeitsgesellschaft.

Eure
Susanne Wendland

Ohne Spende keine Wende!

Zugegeben: Dieses „hast mal‘n Euro?“ ist ein wenig platt.
Aber es trifft den Kern.
Wir müssen noch mehr Flyer drucken, Stände herstellen, Veranstaltungen organisieren und viele, viele andere schöne Dinge machen, über die ihr euch bestimmt freuen werdet.
Und vor allem wollen wir 2019 in die Bremer Bürgerschaft einziehen. Und dort werden wir uns stark machen, damit unsere gemeinsame Utopie Realität wird.
Das bedingungslose Grundeinkommen. 
Nicht nur für uns, sondern auch für unsere Kinder.

Wenn du also noch nie für eine Partei gespendet hast, dann wahrscheinlich, weil du nicht wusstest, wozu.
Bei uns ist es ganz klar: Jeder einzelne Euro wird dafür verwendet, die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens in die Parlamente zu bringen!
Bei uns spendest du nicht einen Teil für dieses, einen anderen für jenes.
Bei uns spendest du zu 100 Prozent für das, was DU willst.
Also: Jeder Euro zählt!
Spende bitte an:
Bündnis Grundeinkommen, Landesverband Bremen
Bremische Volksbank eG
IBAN: DE12 2919 0024 0040 9030 00
BIC: GENODEF1HB1

Das bedingungslose Grundeinkommen als Chance für den gesellschaftlichen Wandel

Diese Woche ist die 11. Woche des bedingungslosen Grundeinkommens.
In Deutschland und Europa finden dazu vom 17.9.-23.9.2018 viele Aktionen statt. In Bremen treten wir als Bündnis Grundeinkommen, Landesverband Bremen, zur nächsten Wahl der Bremischen Bürgerschaft am 26. Mai 2019 mit unserer Spitzenkandidatin Susanne Wendland an. Bremen als Stadtstaat bietet eine gute Chance, das Zukunftsthema bedingungsloses Grundeinkommen tatsächlich ins Parlament zu bringen. Die Zeit dafür ist gekommen. Für uns bedeutet das bedingungslose Grundeinkommen Emanzipation, Freiheit und Selbstbestimmung.

Woche des Grundeinkommens

Das bedingungslose Grundeinkommen ist ein Menschenrecht

Menschen leben ohne Existenzängste und ohne Zwang zur Arbeit. Jeder bekommt ein Grundeinkommen. Der Staat knüpft das nicht an Bedingungen. 1.500 Euro erscheinen mir realistisch, um für die Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Zu finanzieren ist das bedingungslose Grundeinkommen über Steuermodelle. Deutschland ist ein reiches Land. Der gemeinschaftliche Wohlstand muss gerechter verteilt werden.

Leistungen des Sozialstaates bleiben beim Grundeinkommen erhalten

Unser Sozialstaat ist durch ein bedingungsloses Grundeinkommen nicht in Gefahr. Er wird nur umgestaltet, nicht alle Sozialleistungen werden abgeschafft. Hartz IV fällt weg, es zementiertsowieso nur die Armut und ist menschenunwürdig. Kindergeld gibt es nicht mehr, weil dann alle Kinder die Hälfte des Grundeinkommens erhalten. Eine schreiende Ungerechtigkeit ist damit erledigt. Denn bei Hartz IV Empfängern wird das Kindergeld als Einkommen angerechnet und gleich wieder vom Regelsatz abgezogen. So kommt es bei den bedürftigen Kindern nicht an. Wohl gemerkt: Jedes dritte Kind in Bremen lebt von Hartz IV.

Besondere soziale Hilfen bleiben bestehen. Zum Beispiel das Wohngeld als Zuschuss zur Miete, weil es immer noch an bezahlbaren Wohnraum mangelt. Individuelle Bedarfe und Rechtsansprüche bleiben erhalten, bspw. wenn Menschen psychisch oder körperlich erkrankt sind. Selbstverständlich bleibt die Kinder- und Jugendhilfe bestehen.

Grundeinkommen als Antwort auf die Digitalisierung

Das Grundeinkommen ist die Antwort auf eine Arbeitswelt, die sich durch Digitalisierung und Robotik massiv verändert. Jede Tätigkeit wird in Zukunft ersetzt, deren Routinen per Algorithmen zu steuern sind. Auf diese strukturellen Veränderungen müssen wir auch in Bremen vorbereitet sein. Arbeit und Einkommen sind zu entkoppeln. Schon heute arbeiten Millionen Menschen in prekären Verhältnissen. Klassische Modelle wie der Mindestlohn reichen nicht aus.

Bedingungsloses Grundeinkommen sichert den sozialen Frieden

Ohne Gegenmaßnahmen kommt es zu einer weiteren Polarisierung zwischen Arm und Reich in unserer Gesellschaft. Unser derzeitiges Sozialsystem ist dieser Herausforderung nicht gewachsen. Es basiert auf Lohn,- und Erwerbsarbeit, die immer mehr abnimmt. Die solidarische Finanzierung, etwa über die Einkommenssteuer, Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung wird so nicht mehr funktionieren. Tendenzen sind auch in Bremen schon zu spüren. Ein Beispiel ist die Rentenversicherung. Die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens ist somit die Chance, der Entwicklung in Industrie und Wirtschaft zu begegnen und vor allem den sozialen Frieden in Deutschland für die Zukunft sicherzustellen.

Politik muss agieren, nicht reagieren. Das bedingungslose Grundeinkommen ist die Chance für den gesellschaftlichen Wandel. Es ist für unsein Menschenrecht. Jeder Mensch muss ein Leben in Würde führen können, frei und selbstbestimmt.

Mach mit! Wir ankern das bedingungslose Grundeinkommen am 26. Mai 2019 bei der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft

Wenn du auch von der Notwendigkeit eines bedingungslosen Grundeinkommens überzeugt bist, dann mach doch einfach bei uns mit!

Bei uns, dem Bündnis Grundeinkommen, ist jede und jeder willkommen. Ganz egal, ob du schon anderweitig engagiert bist oder bereits in einer anderen Partei mitwirkst. Denn bei uns steht nicht die Zugehörigkeit durch eine Mitgliedschaft im Vordergrund, sondern unsere Idee: das bedingungslose Grundeinkommen!

Gerade im Stadtstaat Bremen sehen wir eine große Chance, die 5%-Hürde zur nächsten Bürgerschaftswahl zu knacken. Also: Sei dabei! Mach mit! Wir brauchen noch Leute wie dich, die aktiv mitmachen, ob bei Flyer-Aktionen, kreativen Aktionen oder bei der Eröffnungsfeier unseres BGE-Schuppens.

Schreibt mir einfach eine Mail, wann ihr bei einer unserer Aktionen, den regelmäßigen Treffen dabei sein und/oder einfach erst einmal unseren Newsletter erhalten wollt.

Euer Uwe

Email: uwe.bjorck@buendnis-grundeinkommen.de

Kennt Ihr die Blaue Karawane in Bremen?

Auf ihrer Internetseite (www.blauekarawane.de) steht:

Die Blaue Karawane setzt sich mit Phantasie und Kreativität dafür ein, sich von der „Ver-Anstaltung“ des Lebens zu verabschieden und die ausgetretenen Pfade der Konvention und eingeengten Denk- und Handlungsweisen zu verlassen, die den Lebensalltag nur allzu oft bestimmen.“

Die Blaue Karawane in Bremen

Von der „Ver-Anstaltung des Lebens zu verabschieden“. Auch diese Aussage motivierte uns mit den Menschen der Blauen Karawane ins Gespräch zu kommen Denn diese Veranstaltung eines Überlebens, dass die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von der Erwerbsarbeit abhängig macht, möchten wir auch beenden.

So trafen wir gestern auf ganz tolle Leute, die sich kritisch mit dem bedingungslosen Grundeinkommen auseinandersetzen. Manche von ihnen bereits seit 20 Jahren.

Das ist zum Beispiel Michael, ein sehr engagierter Mann, der immer wieder von den Repressalien des Hartz IV-Systems bedroht wird und sich in der Anti-Psychiatrie Bewegung engagiert. Da ist auch Yogi, ein ehemaliger In-Jobber. Yogi war für das Café der Blauen Karawane verantwortlich, dass es leider seit zwei Jahren nicht mehr gibt. Die Lobby der Gastronomen war zu stark, die in dem kleinen Café eine Konkurrenz sahen. So durfte Yogi nachher nur noch Nebentätigkeiten innerhalb des Cafés ausführen, ohne das näher definiert wurde, was solche Tätigkeiten innerhalb des Service von Mensch zu Mensch sein sollen; das Café durfte auch nur noch Hartz IV-Empfänger/innen bedienen. Yogi fragte sich, ob diese Menschen nun in einer Art Büßerkostüm das Café hätten betreten sollen, um gleich erkannt zu werden.

Und da ist Bettina, die den Wunsch hat, sehr differenziert über das Grundeinkommen zu sprechen und erfahren will, welche Forderungen wir vom Landesverband Bremen an das Grundeinkommen stellen. So haben wir zum Beispiel darüber diskutiert, ob der zweite Arbeitsmarkt mit dem Grundeinkommen zusammen passt, oder eben nicht.

Für Bettina ist es sehr wichtig, dass der zweite Arbeitsmarkt nicht aufgelöst wird. Denn, so sagte sie, ist es ein Grundbedürfnis des Menschen, zu arbeiten. Aber nicht jede/r könnte die hohen Anforderungen des ersten Arbeitsmarktes erfüllen, wie etwa eine 40 Stunden Woche. Leistungsdruck, Ellenbogengesellschaft, Konkurrenz schrecken zudem eher ab.

Diskussion bei der Blauen Karawane zum BGE

Fitz erzählt uns, wie er nach seinem Studium erst einmal arbeitslos wurde und damals schon erkannte, wie wichtig es ist, Arbeit und Einkommen als zwei Teile zu erkennen. Aber Arbeit verstanden als Tätigkeit. Damals gab es noch die Sozialhilfe. Und er hatte diese Leistung genutzt, um sich seine Wohnung und sein Essen finanzieren zu können. Sozusagen als Grundeinkommen. Heute unter Hartz IV wäre er vielleicht in einen Leiharbeiterjob gepresst worden und die Blaue Karawane hätte ihn vielleicht nie kennen gelernt. Nicht zuletzt diese Sicherheit ermöglichte es ihm, sich eine seiner Ausbildung entsprechende Tätigkeit zu suchen. Arbeit also ja, verstanden aber als sinnvolle Tätigkeit. Und verbunden mit der Frage, was will ich selber leisten und wozu habe ich Lust, oder nicht? Tätigkeit heißt für ihn vor allem auch Familien- und Gemeinwesenarbeit. Es geht um die Freiheit, selbst zu bestimmen, für was und wen ich tätig bin. Insofern brauchen wir dann auch keinen zweiten Arbeitsmarkt mehr. Dann, wenn endlich das bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt ist.

Habe ich durch das bedingungslose Grundeinkommen mehr Macht? – ist auch eine der Fragen, die wir an diesem Abend diskutieren. Siegfrieds Meinung: Klar, denn damit hat jede/r die Möglichkeit Nein zu sagen, ohne sich Sorgen um die eigene Existenz machen zu müssen. Dies kann anderen sehr viel Macht nehmen.

Auch kommt die Frage auf, warum Gewerkschaften und andere Arbeitnehmervertreter scheinbar Angst vor einem bedingungslosen Grundeinkommen haben? Wir vermuten, dass Gewerkschaften befürchten könnten, es würde ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen, dass die Arbeitnehmer/innen ihre Lobby verlieren. Doch warum das so sein sollte, erschließt sich uns das wirklich? Für uns besteht keine Logik darin, dass mit einem bedingungslosen Grundeinkommen automatisch eine Auflösung der Tarifpolitik einhergehen muss. Sondern genau anders herum. Es bedeutet, dass mit einem Grundeinkommen die Verhandlungsmacht der Gewerkschaften und Arbeitnehmer/innen wächst. Zum Beispiel, um Nein zu sagen, zu einem schlecht bezahlten Job – gerade, weil der Existenzdruck ja weg ist. Auch in Fragen der Arbeitszeiten, der Sicherheit am Arbeitsplatz oder auch für gesundheitliche Vorschriften müssen Arbeitnehmervertretungen immer mitbestimmende Institutionen bleiben.

Es bleibt also noch viel zu durchdenken, neu zu denken und gemeinsam für das bedingungslose Grundeinkommen zu kämpfen!

Wir vom Bündnis kommen gerne wieder,